IBM und Motorola haben oder hatten PReP Architektur-basierte Maschinen gebaut. Zum jetzigen Zeitpunkt ist nur die PReP Version von Motorola auf folgenden Maschinen getestet wurden: PowerStack(tm) (Blackhawk, Comet, Utah Motherboard) Systeme und die momentan erhältliche eingebettete Lösung der PowerPlus(tm) Familie. Diese bestehen aus MTX, MTX+, MVME2300(sc)/2400/2600/2700/3600/4600 und MCP(n)750. IBM baut eine Reihe von Desktop Workstations, welche den PowerPC PReP Spezifikationen entsprechen. Diese beinhalten RS/6000 40P, 43P, 830, 850, 860, 6015 und 6030.
MTX+ (7 PCI Slot MTX System) kann den Kernel 2.2 nicht booten, es stoppt während der IDE-Treiber Initialisierung. Dieses Problem ist bekannt und wird demnächst mit einem Kernel-Patch behoben werden.
Alle Motorola PowerPlus Systeme haben einen kaputten IDE-Support im Kernel. Dies wurde gefunden und behoben. Die Änderungen werden bald als Debian Kernel-Patch Paket verfügbar sein und werden in den Kernel-Source eingebaut werden.
Abhängig vom Alter und/oder Hersteller Ihres PReP-Systems haben Sie entweder PPCBUG (Motorola), Open Firmware (IBM oder Motorola) oder IBMs PReP Firmware. Die Boot-Befehle sind leicht unterschiedlich, aber alle diese Systeme implementieren den PReP-Standard, daher kann der gleiche Kernel auf allen Plattformen gebootet werden. Eine komplette Erklärung der Firmware-Befehle liegt nicht im Bereich dieses Dokuments, aber einige Informationen werden zur Verfügung gestellt, wenn notwendig.
Schreiben Sie die boot1440.bin, root1440.bin,
resc1440.bin und drv14-*.bin Images auf Disketten.
Auf einem Linux/Unix-System kann dd oder auf einem
DOS/Windows-System kann rawrite dafür verwendet werden.
Platzieren Sie die resc1440.bin und drivers.tgz
Dateien auf einem exportierten NFS-Dateisystem und auf Ihrem NFS-Server. Es
ist am besten, die Dateien folgendermaßen zu platzieren:
/[mountpoint]/debian/[installfiles].
Platzieren Sie die boot.bin Datei im tftp-Verzeichnis ihres
TFTP-Servers.
Auf Motorola-PPCBUG-Systemen können Sie entweder über die VGA-Konsole oder eine serielle Konsole booten und installieren. PPCBUG und Linux fallen in den seriellen Konsole-Modus zurück, wenn kein VGA oder keine Tastatur erkannt wird.
Um die Installation ordentlich auf einer seriellen Konsole anzeigen zu lassen, sind einige Terminal-Emulationsfähigkeiten notwendig. Um die Installation in Farbe zu sehen, benötigen Sie eine Terminal-Emulation mit Unterstützung für ANSI-Farben. Das Standard Farb-Xterm, das in den meisten Linux-Distributionen enthalten ist, ist ausreichend, ebenso wie die meisten Terminal-Programme für Windows (z.B. PuTTY). Um die Linien-Zeichen, die wie eine graphische Box aussehen, angezeigt zu bekommen, ist es notwendig, dass ein Schriftsatz verwendet wird, der die IBM erweiterten Linien-Kunst-Zeichen enthält. Unter Linux kann der »linux8x8«-Schriftsatz verwendet werden, und unter Windows kann man den MSLineDraw-Schriftsatz wählen.
Falls Sie eine serielle Konsole verwenden, wird die Konfiguration der Tastatur übergangen.
Erstellen Sie eine primäre Partition von 2MB und ändern Sie ihren Typ auf PPC PReP boot (Typ 41). OF-PReP-Maschinen können Probleme beim booten haben, wenn die PPC PReP boot Partition eine andere als die erste primäre Partition ist. Obwohl alle Motorola PPCBUG Systeme PPC PReP boot auf jeder primären Partition haben können, ist es üblich, dass die PPC PReP boot auf sda1 oder hda1 erstellt wird.
Nachdem die PPC PReP boot Partition erstellt ist, folgen Sie den üblichen Linux-Konventionen zum Partitionieren. Es sollten zumindest eine root- und eine swap-Partition erstellt werden, und sie dürfen sowohl primäre als auch logische Partition sein.
Von Disketten zu installieren ist geradlinig, legen Sie die rescue- und driver-Disketten ein, wenn Sie dazu aufgefordert werden.
Für eine Netzwerk-basierende Installation wählen Sie die NFS-Option, Sie werden dann dazu aufgefordert, das Netzwerk zu konfigurieren. Wenn Sie nach dem verwendeten NFS-Server gefragt werden, geben Sie den NFS-Server und das Verzeichnis ein, das Sie vorher eingerichtet haben. Wählen Sie die Standard-Einstellungen für den Rest der Fragen.
Im Moment sind die wichtigen Module fest im Kernel eingebunden, deswegen wählen Sie "Exit".
Wenn eine Disketten-Installation gewählt ist, legen Sie einfach die base-Disketten ein, wenn Sie dazu aufgefordert werden. Wenn Sie die NFS-Installation gewählt haben, geben Sie den NFS-Server und das Verzeichnis an, in dem sich das Basis-System befindet, und wählen Sie die Standard-Einstellungen, um das Debian-Basis-System zu installieren.
Machen Sie das System bootfähig von der PPC PReP boot Partition, die vorher erstellt wurde. Wenn die Partition fehlt, wird ein Fehler angezeigt.
Schreibt ein bootfähiges Image auf eine Diskette im Diskettenlaufwerk.
Falls Sie eine Typ 41 PReP boot Partition angelegt haben und das Installations-Programm das System von der Festplatte haben bootfähig machen lassen, dann können Sie einfach einen Firmware Boot-Befehl eingeben, um von Platte zu booten (PPCBUG und OF haben beide autoboot-Optionen, die Sie aktivieren können).
Beachten Sie: Um den Kernel dazu zu bewegen, von der richtigen Partition zu booten, kann es notwendig sein, in die globale PReP-Umgebungsvariable »bootargs« zu schreiben. Im Fall einer Motorola PReP-Installation, die standardmäßig root auf sda1 hat und das tatsächliche root-Dateisystem sich auf sda2 befindet, muss man bootargs=/dev/sda2 setzen.
PPCBUG
Jetzt bootet der Kernel von der Festplatte.