In dem von Debian GNU/Linux 2.2 verwendetem Kernel wurden mehrere
Sicherheitsprobleme gefunden. Dies ist eine Liste der Probleme basierend auf
den 2.2.19 Release-Anmerkungen wie sie auf
http://www.linux.org.uk/ zu finden sind:
- binfmt_misc verwendet Benutzer-Speicherseiten direkt
- Der CPIA-Treiber hat einen off-by-one Fehler im Puffer-Code, der es
Benutzern ermöglicht, in den Kernel-Speicher zu schreiben
- Die CPUID- und MSR-Treiber hatten ein Problem im Code zum Entladen des
Moduls, das das System zum Absturz bringen konnte, wenn sie automatisch
geladen und entladen wurden (Bitte beachten Sie, dass Debian Kernel-Module
nicht automatisch entlädt)
- Es gab einen möglichen Hänger im Klassifizierungs-Code
- Die getsockopt und setsockopt Systemaufrufe behandelten Vorzeichen-Bits
nicht korrekt, was einen lokalen DoS- und andere Angriffe ermöglichte
- Der sysctl Systemaufruf behandelte Vorzeichen-Bits nicht korrekt, was einem
Benutzer erlaubte in den Kernel-Speicher zu schreiben
- ptrace/exec-Ausführungen, die einem lokalem Benutzer weitere Privilegien
ermöglichen
- Möglicher Missbrauch von Bereichsgrenzen im sockfilter-Code
- SYSV-shared-memory-Code könnte kürzlich freigegebenen Speicher
überschreiben, was zu Problemen führen kann
- Die Paket-Längen-Überprüfungen im Masquerading-Code waren etwas locker
geschrieben (wahrscheinlich nicht ausnutzbar)
- Einige x86 Assembler-Fehler, die dazu führten, dass eine falsche Anzahl an
Bytes kopiert wurden.
- Ein lokaler Benutzer könnte wegen eines Fehlers in der UDP-Port-Zuweisung
den Kernel blockieren.
Alle genannten Probleme wurden in der Kernel-Version 2.2.19 behoben, und
wir empfehlen, dass Sie Ihre Rechner mit dieser Version aktualisieren.
Bitte beachten Sie, dass Kernelaktualisierungen nicht automatisch
durchgeführt werden. Sie müssen das Paket-Verwaltungssystem ausdrücklich
anweisen den richtigen Kernel für Ihr System zu installieren.