Mehrere Verwundbarkeiten, die zu einer Diensteverweigerung (denial
of service
) oder Privilegienerweiterung führen können, wurden im
Linux-Kernel entdeckt. Das Common Vulnerabilities and Exposures
-Projekt
identifiziert die folgenden Probleme:
Joe Jin berichtete von einer lokalen Diensteverweigerungs-Verwundbarkeit, die es Systembenutzern ermöglicht, über eine nicht angemessen initialisierte Datenstruktur eine Diensteverweigerung (oops) auszulösen.
Jan Kratochvil berichtete von einer lokalen Diensteverweigerungs-Verwundbarkeit in der ptrace-Schnittstelle der s390-Architektur. Lokale Benutzer können eine ungültige Zeiger-Dereferenz erzeugen, was zu einer Systempanik führen kann.
Eugene Teo berichtete von einem Integer-Überlauf im DCCP-Subsystem, der es entfernten Angreifern ermöglichen kann, eine Diensteverweigerung in Form einer Kernelpanik auszulösen.
Eugene Teo berichtete über fehlende Tauglichkeitsprüfungen (capability
checks
) im Kerneltreiber für Granch SBNI12 Standleitungs-Adapter
(sbni), die es lokalen Benutzern erlaubt, Operationen auszuführen, für
die eigentlich besondere Rechte erforderlich sind.
Die S_ISUID/S_ISGID-Bits werden während eines Inode-Splice nicht gesäubert, was unter bestimmten Bedingungen von lokalen Benutzern ausgenutzt werden kann, um die Rechte einer Gruppe zu erlangen, deren Mitglied sie nicht sind. Mark Fasheh berichtete diesen Umstand.
David Watson berichtete von einem Problem bei den open()/creat()-Systemaufrufen, die unter besonderen Umständen von lokalen Benutzern ausgenutzt werden können, um die Rechte einer Gruppe zu erlangen, deren Mitglied sie nicht sind.
Ein Kodierfehler im splice-Subsystem ermöglicht es lokalen Benutzern,
das Entsperren einer Seitenstruktur (page structure
) zu versuchen,
die zuvor nicht gesperrt war,
was zu einem Systemabsturz führt.
Für die Stable-Distribution (Etch) wurden diese Probleme in der Version 2.6.18.dfsg.1-22etch3 behoben.
Wir empfehlen, die Pakete linux-2.6, fai-kernels und user-mode-linux zu aktualisieren.
MD5-Prüfsummen der aufgeführten Dateien stehen in der ursprünglichen Sicherheitsankündigung zur Verfügung.